Donnerstag, 14. Dezember 2017
AZ vom 20.09.2017 "Ge­müt­li­ches Tref­fen, gro­ße Lis­te"
FDP Li­be­ra­le tau­schen sich in Win­zen­heim über die Zie­le der Frak­ti­on aus

 

  Das Ferkel schmort in der Kiste, den FDP-Politikern und ihren Gästen läuft schon das Wasser im Mund zusammen. 	Foto: FDP  Das Ferkel schmort in der Kiste, den FDP Politikern und Ihren Gästen läuft schon das Wasser im Mund zusammen. Foto : fdp
BAD KREUZ­NACH (red). Mit dem tra­di­tio­nel­len Event „Pig in the box“ im Wein­gut Mein­hard in Win­zen­heim hat sich die Bad Kreuz­na­cher FDP aus der Som­mer­pau­se zu­rück­ge­mel­det. Als be­son­de­re Gäs­te konn­te Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­der Jür­gen Ei­tel un­ter an­de­rem den ehe­ma­li­gen Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Dr. Hans Fri­de­richs und Staats­se­kre­tär Phi­lipp Fer­nis be­grü­ßen. Ei­tel nutz­te die Ge­le­gen­heit, die an­spruchs­vol­len Zie­le der Frak­ti­on für den Rest der Rat­spe­rio­de vor­zu­stel­len.


Ver­kehrs­kon­zept ei­nes der Haupt­the­men

Als er­stes nann­te er die Ost-West-Tras­se, die end­lich auf den Weg ge­bracht wer­den müs­se. „Die vor­ge­se­he­ne Ei­nen­gung der Wil­helm­stra­ße wer­den wir so nicht hin­neh­men“, sag­te Ei­tel. Zu­dem müs­se ein Kon­zept zur ver­kehrs­mä­ßi­gen Be­ru­hi­gung des Sa­li­nen­tals er­stellt wer­den. „Wei­te­re Baum­ög­lich­kei­ten im Sa­li­nen­tal, wie vor kur­zem von der ge­schei­ter­ten Gro­Ko be­schlos­sen, wer­den auf den er­bit­ter­ten Wi­ders­tand der FDP sto­ßen. Der Ver­kehrs­kol­laps, der un­se­rer Stadt droht, muss mit al­lem Nach­druck ver­hin­dert wer­den. Die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on är­gert un­se­re Bür­ger und Be­su­cher im Über­maß“, be­ton­te Ei­tel. So müs­se end­lich auch der Bau ei­ner Ent­la­stungs­stra­ße (Süd­um­ge­hung) für das Neu­bau­ge­biet in den Wein­gär­ten an­ge­gan­gen wer­den. „Was dort be­züg­lich Ver­kehrs­füh­rung ge­schieht, ist ein gu­tes Bei­spiel für man­geln­de Kon­zep­te und Ide­en in der In­fras­truk­tur“, schim­pfte Ei­tel.

Des Wei­te­ren brau­che Bad Kreuz­nach un­be­dingt ei­ne Tech­ni­sche Hoch­schu­le, even­tu­ell zu­sam­men mit Bin­gen. Die FDP kön­ne sich aber auch ei­ne pri­va­te Me­di­zin-Hoch­schu­le vor­stel­len, schließ­lich sei­en die meis­ten Ar­beits­plät­ze in der Stadt in der Ge­sund­heitsbranche angesiedelt. Zu­dem müs­se man da­für sor­gen, dass die Wirt­schafts­för­de­rung wei­ter­hin ei­ne gu­te Ar­beit ma­chen kön­ne. Ei­tel: „Es bleibt zu hof­fen, dass ins­be­son­de­re die CDU nach der voll­zo­ge­nen Schei­dung von der SPD ein­sieht, dass wir da­für ei­nen haupt­amt­li­chen De­zer­nen­ten brau­chen. Von ei­ner gu­ten Wirt­schafts­för­de­rung lebt die Stadt, da­durch wächst die Ein­woh­ner­zahl und spru­delt die Ge­wer­be­steu­er.“ Au­ßer­dem wol­le man in Ge­sprä­chen mit an­de­ren Par­tei­en da­für zu sor­gen, dass die zu­letzt be­schloss­ene Ge­wer­be­steue­r-Er­hö­hung zu­rück­ge­nom­men wird. „Die FDP möch­te den Un­ter­neh­men ein Sig­nal ge­ben, dass es sich lohnt, in Bad Kreuz­nach zu in­ves­tie­ren“, sag­te der Vor­sit­zen­de. Ge­mein­sam mit sei­ner Stadt­rats­kol­le­gin Bir­git Ens­min­ger-Bus­se sieht Ei­tel „durch den jetzt of­fe­nen Stadt­rat“ gu­te Chan­cen, die Zie­le der FDP um­zu­set­zen. „Und wir wer­den die­se Chan­ce zu nut­zen wis­sen“, ver­si­cher­te Ei­tel.

AZ vom 15.09.2017 "Die Markt­wirt­schaft ge­prägt"
EH­RUNG FDP-Stadt­ver­band zeich­ne­te Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter a. D. Hans Fri­de­richs für 60 Jah­re Treue aus

Von Nor­bert Krupp

    Mit einer Urkunde dankten (von Links): FDP Bezirksvorsitzender Philipp Fernis und Landesvorsitzender Dr. Volker Wissing ihrem Parteifreund Hans Friderichs für 60 Jahre Mitgliedschaft in der FDP. Dazu gratulierten Kreisvorsitzender Thomas Bursian und FDP-Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Eitel. Foto: Norbert Krupp

 

 

BAD KREUZ­NACH. Für 60 Jah­re Mit­glied­schaft im FDP-Stadt­ver­band Bad Kreuz­nach ehr­ten die Li­be­ra­len im Ova­len Kur­saal ei­nen Grand Seig­neur ih­rer Par­tei, den ehe­ma­li­gen Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Dr. Hans Fri­de­richs (85), der 1965 für den Wahl­be­zirk Bad Kreuz­nach kan­di­diert hat und dann über ei­nen Lis­ten­platz in den Bun­des­tag ein­ge­zo­gen ist. „Wir sind stolz da­rauf, dass sie seit über 60 Jah­ren in un­se­ren Rei­hen ste­hen und sie uns von Mainz aus oft be­su­chen“, hieß Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­der Jür­gen Ei­tel sei­nen Par­teif­reund will­kom­men.  

 

Letz­te Eh­rung noch durch Hans-Diet­rich Gen­scher

FDP-Lan­des­vor­sit­zen­der Dr. Vol­ker Wiss­ing, der Wirt­schafts- und Ver­kehrs­mi­nis­ter des Lan­des, er­in­ner­te in sei­ner Lau­da­tio da­ran, dass es li­be­ra­le Po­li­ti­ker wie Fri­de­richs wa­ren, die beim Neu­an­fang Deutsch­lands nach dem Zwei­ten Welt­krieg die so­zia­le Markt­wirt­schaft ein­ge­rich­tet und er­folg­reich ge­macht hät­ten: „Ein markt­wirt­schaft­li­ches Wirt­schafts­sys­tem, in dem nicht der Staat ver­sucht, durch Plan­vor­ga­ben die Din­ge zu len­ken, son­dern in­dem er sei­nen Bürg­er­in­nen und Bürg­ern so­wie den Ak­teu­ren in der Wirt­schaft Frei­räu­me schafft, um sich selbst in die Ver­ant­wor­tung zu neh­men und in die­sen Frei­räu­men ih­re ei­ge­nen Ide­en zu ver­wirk­li­chen. Dies mit der Mög­lich­keit zu schei­tern, aber auch mit der Mög­lich­keit, Gro­ßes zu ent­wi­ckeln; viel­leicht so­gar Grö­ße­res, als par­la­men­ta­ri­sche Mehr­hei­ten im Aus­gleich ent­wi­ckeln könn­ten.“ Zu den Per­sön­lich­kei­ten, die die Markt­wirt­schaft in Deutsch­land ge­prägt ha­ben, ge­hö­re Fri­de­richs, stell­te Wiss­ing fest. Dass Frie­de­richs so­gar schon seit 61 Jah­ren FDP-Mit­glied ist, ver­riet Be­zirks­vor­sit­zen­der Phi­lipp Fer­nis, der als Staats­se­kre­tär im Main­zer Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ar­bei­tet. Im ver­gan­ge­nen Jahr ha­be man die Eh­rung aus Ter­min­grün­den nicht durch­füh­ren kön­nen. Vor elf Jah­ren ha­be noch der da­ma­li­ge Eh­ren­vor­sit­zen­de Hans-Diet­rich Gen­scher Fri­de­richs für 50 Jah­re Treue aus­ge­zeich­net.

Auch Fri­de­richs ha­be vie­le Jah­re lang an der Spit­ze des FDP-Be­zirks­ver­ban­des ge­stan­den. „Ich bin stolz auf die­se Ge­schich­te, die wir zu­sam­men mit Ih­nen ge­mein­sam zu­rück­le­gen durf­ten“, ge­stand Fer­nis.

In ei­ner Vi­deo­bot­schaft, die auf ei­ne Lein­wand pro­ji­ziert wur­de, wür­di­ge FDP-Bun­des­vor­sit­zen­der Chris­ti­an Lind­ner die Ver­dien­ste sei­nes Par­teif­reun­des: „Sie ha­ben die FDP ge­prägt auf der Mit­ar­bei­ter­sei­te und in der Or­ga­ni­sa­ti­on. Und Sie wis­sen: Po­li­tik ist Or­ga­ni­sa­ti­on.“ Als Mi­nis­ter ha­be Fri­de­richs auch am Auf­bau von So­zi­al­staat­lich­keit aus li­be­ra­ler Per­spek­ti­ve mit­ge­wirkt und ha­be sich da­nach als er­folg­rei­cher Kopf der Wirt­schaft be­wie­sen: „Sie sind da­mit ei­nes der ganz we­ni­gen Er­folgs­bei­spie­le, dass man auch als Po­li­ti­ker zu ei­ner Grö­ße in der Wirt­schaft, in Ih­rem Fall im Fi­nanz­we­sen, wer­den kann. Wir dür­fen stolz sein, dass wir Per­sön­lich­kei­ten wie Sie in un­se­ren Rei­hen ha­ben“, sag­te Lind­ner, der dem Ge­ehr­ten auch für die von ihm er­fahr­ene per­sön­li­che Un­ter­stüt­zung dank­te.

Fri­de­richs be­dank­te sich für die Aus­zeich­nung und er­in­ner­te da­ran, dass er 1964 durch die li­be­ra­le Bad Kreuz­na­cher Po­li­ti­ke­rin El­len Thress an­ge­spro­chen und da­zu ein­ge­la­den wur­de, für die FDP in den Bun­des­tags­wahl­kampf zu zie­hen. In Bad Kreuz­nach ken­ne er noch vie­le li­be­ra­le Weg­be­glei­ter. Zu­dem sei er der Stadt durch sei­ne Funk­ti­on als Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Al­lit AG ver­bun­den. Er freue sich auf wei­te­re Be­geg­nun­gen und ver­si­cher­te au­gen­zwin­kernd: „Sta­tis­tisch ge­se­hen ster­ben nur we­ni­ge Män­ner, die 85 Jah­re und äl­ter sind.“ Zu den er­sten Gra­tu­lan­ten zähl­te FDP-Kreis­vor­sit­zen­der Tho­mas Bur­si­an. Nach der Eh­rung dis­ku­tier­ten die Li­be­ra­len über die Tra­di­ti­on er­folg­rei­cher Wirt­schafts­po­li­tik, die mit ih­rer Par­tei ver­bun­den sei. 

WICH­TI­GE AUF­GA­BEN ER­FÜLLT

FDP-Lan­des­vor­sit­zen­der Vol­ker Wiss­ing er­in­ner­te an ei­ni­ge der Äm­ter, die der Ju­rist Hans Fri­de­richs (Jahr­gang 1931) aus­ge­füllt hat: Staats­se­kre­tär im Main­zer Mi­nis­te­ri­um für Land­wirt­schaft, Wein­bau und Fors­ten (1969 bis 1972), Bun­des­mi­nis­ter für Wirt­schaft (1972 bis 1977), stell­ver­tre­ten­der Bun­des­vor­sit­zen­der der FDP (1974 bis 1977) so­wie Vor­stands­spre­cher der Dres­dner Bank (1978 bis 1985).

ÖA vom 13.09.2017 "Liberale ehren „Staranwalt“ der Marktwirtschaft"
FDP Hans Friderichs ist seit 60 Jahren Mitglied

 

 
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Für 60 Jahre Mitgliedschaft in der FDP wurde Hans Friderichs (Mitte) geehrt. Es gratulierten (von links) Bezirksvorsitzender Philipp Fernis, Landesvorsitzender und Wirtschaftsminister Volker Wissing, Kreisvorsitzender Thomas Bursian und Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Eitel. Foto: Christine Jäckel

 

 

Bad Kreuznach. Ein Danke-Schild und ein witziger Spruch („Zuviel Weihrauch schwärzt das Antlitz der Madonna!“) – so schlagkräftig zeigte sich der Liberale Hans Friderichs bei seiner Ehrung für 60 Jahre Mitgliedschaft in der FDP am Montagabend im Ovalen Saal des Bad Kreuznacher Kurhauses.

Der 85-jährige ehemalige Bundesminister für Wirtschaft hat eine besondere Beziehung zu den Freien Demokraten an der Nahe, denn die Bad Kreuznacher Liberalen nominierten ihn als ihren Bundestagskandidaten im Wahlkampf des Jahres 1965.

Kompetenz in Sachen Innovation und Marktwirtschaft? Da ist der 85-jährige Jurist und Manager für Philipp Fernis, Stadtverbandsmitglied und Beisitzer im Landesverband der Freien Demokraten, ein „Vorbild“. Als Vorsitzender des FDP-Bezirks Eifel-Hunsrück gehört Fernis auch zu den Nachfolgern Friderichs in diesem Amt. Fernis erinnerte daran, dass Friderichs 1969 vom damaligen Ministerpräsidenten Helmut Kohl zum Staatssekretär für Landwirtschaft, Weinbau, Forsten und – man beachte – Umweltschutz – ernannt wurde. Im zweiten Kabinett von Willy Brandt wurde Friderichs nach der Bundestagswahl 1972 Bundesminister für Wirtschaft. „Staranwalt der Marktwirtschaft“ , diesen Titel verlieh ein Biograf Friderichs, der 1977 sein politisches Amt aufgab, um in die Wirtschaft zu wechseln. „Einen solchen Staranwalt braucht die Marktwirtschaft heute nötiger denn je“, sagte Fernis.

Er dankte dem liberalen Politiker außerdem für sein ehrenamtliches Engagement, unter anderem für die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Bis 2013 war Friderichs Vorsitzender des Hochschulrates der Mainzer Uni und außerdem Vorsitzender des Hochschulkuratoriums. Per Videobotschaft gratulierte FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner, der Friderichs Verdienste um die Organisation der liberalen Partei hervorhob.

Landesvorsitzender und Wirtschaftsminister Volker Wissing würdigte Friedrichs als vorbildlichen Liberalen, der einen großen Beitrag geleistet habe, dass die FDP als politische Kraft eine neue Chance erhielt. „Hans Friderichs gehört zu den Persönlichkeiten, die die Marktwirtschaft in Deutschland geprägt und auch zu ihr gestanden haben, wenn es ungemütlich wurde“, so Wissing. Hans Friderichs ist zuversichtlich, dass die Liberalen den Wiedereinzug in den Bundestag schaffen. Nach wie hat er klare Vorstellungen von liberalen Positionen: „Wir sind weder ein Anhängsel der einen noch der anderen“, brachte er seine Parteikollegen in Wahlkampfstellung. Als er 1956 in die Partei eintrat, habe er diese Entscheidung bewusst getroffen, um jene zu stärken, die recht hatten. Damals hatte eine parteiinterne Gruppe erreicht, dass die Liberalen, die bis dahin mit der CDU koaliert hatten, aus der Regierung ausschieden und erstmals in die Opposition gingen. chj

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Mittwoch, 13. September 2017, Seite 14 (0 Views)
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Auf der Grundlage unserer liberalen Grundsätze verfolgen wir folgende Ziele:

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